Dolomia

Pietra Dolomia®

Der geologische Name des Pietra Dolomia® lautet Dolomia Cristallina del Serla – von Monte Serla, auf deutsch: Sarlkofel, – westlich des Toblacher Sees (BZ). Es handelt sich um einen dolomitischen Steinblock jüngerer Zeit, mittleren Anisic und oft auch höherem Anisic-Vorkommen. Das Gestein besteht aus organogenem Meeressediment. Die Zusammensetzung ist dolomitisch-kalkhaltig, aus doppeltem Calcium-Magnesiumcarbonat CaMg(CO3)₂, die Struktur ist massiv, kristallin, zuckerkörnig, kompakt, mit homogenem mechanischem Verhalten und isotropen, physikalischen Eigenschaften. Seine einfache Kompressionsfestigkeit (1.000-1.800 kg / cm2) umgibt ihn mit widerstandsfähigen und sehr widerstandsfähigen Gesteinen.

Pietra Dolomina Konglomerat

Der Anbau des Steinbruchs ermöglicht die Nutzung, Optimierung und Aufwertung des gesamten gewonnenen Materials im Rahmen eines Kreislaufwirtschaftsprojekts, bei dem nichts verschwendet wird und das daher umweltverträglich ist. Somit war das Konglomerat Pietra Dolomina ins Leben gerufen.
Konglomerat ist ein Baustoff, im Wesentlichen aus einem Gemisch aus Natursteinfrag-menten und/oder Bindemitteln, die auch aus natürlichen Stoffen bestehen. Die so erhaltenen Steinblöcke werden nachfolgenden Schneidvorgängen unterzogen, um großformatige Platten in verschiedenen Größen und Stärken zu erhalten. Es ist ein vielseitiges Produkt, das häufig für Fußböden und Wände mit großen Oberflächen genutzt wird ist. Zu den zahlreichen Vorteilen zählen die einfache Wiedergewinnung, gute mechanische und ästhetische Eigenschaften und die niedrigen Kosten.

Verarbeitung und Veredelung

  • Verspachtelt

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Das Verspachteln wird an der Rohplatte durchgeführt, um die typischen Poren des Pietra Dolomina ® zu schließen. Die Art des Stucks kann unterschiedlich sein (Zement, Kitt, Harz), abhängig von dem vom Kunden gewünschten Effekt und der endgültigen Verwendung des verarbeiteten Produkts. Die Techniker unserer Werkstätten haben einen speziellen Stuck entwickelt, der exakt den typischen Nuancen und Abstufungen des Dolomia folgt und diesen Vorgang für das menschliche Auge unmerklich macht. Das Verspachteln ist der erste Schritt in einem Zyklus, der unserer Arbeit maximale Wasserundurchlässigkeit verleiht. Abhängig vom gewünschten Ergebnis, das es zu erzielen gilt und der Art der Verwendung, wird die Verarbeitung häufig mit zusätzlichen Oberflächenbehandlungen wie Kalibrieren und Polieren ergänzt, um etwaige Oberflächenunregelmäßigkeiten zu beseitigen.

  • Scharriert

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Das Scharrieren ist eine der ältesten Formen von Steinschlag. Als steinmetzmäßige Methode wird mit Hilfe des Scharriereisens, einem Flachmeißel mit dichten pyramidenförmigen Spitzen, der zum Formen der Oberfläche des Felsens geeignet ist, gearbeitet. Dies ist ein eher invasives Verfahren, bei dem das Material starken Beanspruchungen ausgesetzt wird. Farbliche Unterschiede werden gemindert, während das charakteristische Ritzen der Oberflächen die Gleitfähigkeit der Oberseiten verringert, was diese Arbeiten besonders geeignet macht für begehbare Außen- und Innenböden fester oder palladianer Größe. Die bestmögliche Ausdrucksform dieser Art von Fertigungen wird in der Verarbeitung von Portalen, Füllungen und Säulen erzielt.

  • Der Quader

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Der Steinquader (oder Sichtfurnier) hat eine Oberfläche, die durch Schneiden der zuvor geformten Gesteinsplatten in regelmäßige, quaderförmige Formen (Leisten) erhalten wird. Man erhält eine bewusst sehr unregelmäßige Außenfläche – gebrochen -, die die Schönheit und Form des natürlichen Gesteins beibehält und ihm einen hohen Materialeffekt verleiht. Der Außenfläche, die sichtbar- unvollkommen – genannt wird, liegt die nicht sichtbare Seite gegenüber, die perfekt glattgesägt wird, um das Auflegen auf ebenen oder vertikalen Oberflächen zu erleichtern. Der Klebstoff wird wie bei normalen Fliesen aufgetragen. Die Dicke der erhaltenen Elemente reicht von einem Minimum von 2,0 cm bis zu einem Maximum von 3,2 cm, die Längen können sich auf bis zu 60 cm verlaufen, während die empfohlenen Standardhöhen 8 bis 12 cm und 15 cm betragen. Es können aber auch andere Höhen, je nach Kundenwunsch, angefertigt werden.

  • Gespalten/Gebrochen

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Der gespaltene Pietra Dolomia – spaccatello – wird nach einem prägeähnlichen Verfahren hergestellt, bei dem unregelmäßig geformte Platten herauskommen, sogenanntes „ungewisses Werk“. Man erhält eine gewollt sehr unregelmäßige Außenfläche –gebrochen-, welche die natürliche Schönheit und Form des Gesteins beibehält und ihm einen hohen Materialeffekt verleiht. Die als sichtbar, sogenannte – unvollkommene – Außenfläche liegt der nicht sichtbaren Seite gegenüber, die perfekt glattgesägt wird, um das Auflegen auf ebenen oder vertikalen Flächen zu erleichtern. Der Kleber wird wie bei einer normalen Fliese aufgetragen. Es können auch Elemente für Ecken, ausgehend vom Werkstein, erstellt werden, um sichtbare Fugen und Unebenheiten nach dem Verlegen zu vermeiden. Die Schlüsselkomponente für solch ein Kunstwerk ist die Beherrschung des Legers oder des Steinmetzes, der letztendlich in der Lage ist, die Kanten des Steins so zu verfeinern, dass der Fassade ein harmonisches und natürliches Aussehen verliehen wird. Je nach gewünschtem Effekt kann die Durchführung mit offener Fuge (mit Fuge) oder geschlossen (ohne Fuge) durchgeführt werden.

  • Gebürstet

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Ist eine Verarbeitungstechnik, die der Steinoberfläche ein abgenutztes Aussehen verleiht.
Das Bürsten ist eine Alterung der Oberfläche und wird mit Schleifbürsten durchgeführt, die sich stärker auswirkt, wenn das Material weichere Konzentrationen aufweist. Das Ergebnis ist eine unebene glänzende oder matte Oberfläche.

  • Fein-Scharrierung

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Dieser Vorgang ähnelt dem Vorgang beim Scharrieren, hier werden weniger invasive Werkzeuge benutzt, die dem Material einen samtigen und homogenen Effekt verleihen.

  • Sandgestrahlt

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Der Sandstrahlprozess besteht darin, dass ein Schleifmittelgemisch mit hoher Geschwindigkeit und hohem Druck auf die Oberfläche des Gesteins geworfen wird. Auf diese Weise ist es möglich, alle konkaven, konvexen, flachen und gekrümmten Oberflächen zu behandeln und ihnen eine etwas hellere Farbe zu verleihen. Diese Art der Bearbeitung verleiht der Oberfläche ein besonders weiches und elegantes Aussehen.

  • Sägefläche

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Ist der Wortlaut der die Oberfläche der Platten beschreibt, die allein nur durch das Sägen der Blöcke erhalten wurde, in denen die Zeichen des Scheiben- oder Klingenschnitts noch sichtbar sind.
Bei diesen Platten erfolgt in der Regel eine Weiterverarbeitung, die in einigen Fällen – bei Innenböden – auch vor Ort durchgeführt werden können (Schleifen/Polieren).

  • Kalibrierung und Glättung

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Die Abfolge dieser Prozesse erfolgt nacheinander, um Oberflächenunregelmäßigkeiten zu beseitigen – Kalibrieren – und eine glatte Oberfläche zu erhalten – Schleifen. Das Schleifen kann maschinell oder auch manuell durchgeführt werden.

  • Einwalzen

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Das Walzen wird mit einer speziellen Vorrichtung durchgeführt, die aus einer Zahnrolle mit variabler Körnung besteht, die sich mit hoher Geschwindigkeit auf der Oberfläche des Steins dreht. Die Bearbeitung wirkt sich auf die Oberfläche der Linien aus, mehr oder weniger ausgeprägt und mehr oder weniger tief. Der Streifeneffekt wird sowohl für die Beschichtung von Innenwänden als auch für rutschfeste Außenböden geschätzt.

Verarbeitung und Quarzoberflächen

  • Scharriert

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  • Gebürstet

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  • Poliert glänzend

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  • Poliert matt

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Spezielle Oberflächen

  • Das Antiken

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Das Antiken ist eine sehr beliebte „rustikale“ Bearbeitung, die dem Stein einen besonders präzisen und ästhetischen Effekt gibt. Die Unregelmäßigkeit der Kanten und Oberflächen bezieht sich eher auf die Einwirkung der Zeit, auf den durch die Verwendung verursachten Verbrauch, auf die Illusion einer manuellen Verarbeitung als auf den vermeintlich natürlichen Zustand des Materials.

  • Die Linierung

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Das seitliche oder streifende Licht ist die beste Voraussetzung, um die Abfolge von nebeneinander angeordneten Rillen zu erkennen, die mit Diamantscheiben oder einer Vielzahl von Werkzeugen mit variablem Profil ausgeführt werden. Besonders empfehlenswert für Außenböden.

  • Stanzen

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Das Stanzen oder Schneiden ist ein Vorgang, der entweder von Hand oder maschinell durchgeführt werden kann. Dieser Prozess verleiht dem Stein ein sehr rustikales Aussehen. Bestimmte Einschnitte können auch durch Beschneiden der Platte vorgenommen werden.

  • Taumeln

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Das Taumeln wird mithilfe sogenannter „Tumblern“ durchgeführt, spezielle Maschinen die unter Verwendung von leicht abrasiv- wässrigem Gemischen die Steinstücke durch Rollen, Stoßen und andere mechanische Bewegungen verbraucht. Die Rüsckstände der verbleibenden Stücke tragen zum künstlichen Verschleiß bei.

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